Print oder ebook?

Eigentlich war ich seit beginn der eReader gegen diese elektronische Form des Lesens. Ich mag das Gefühl von Papier und den Geruch von Büchern. Ich mag das Geräusch, wenn ich die Seiten umblättere und die Spannung, die entsteht, wenn ich ein neues Buch aufschlage. Dieses leichte aufgeregte Kribbeln im ganzen Körper. Davon abgesehen, bin ich eine leidenschaftliche Sammlerin und genieße es, mit anzusehen, wie meine Büchersammlung wächst und wächst. Wie die Regale knappt werden und die Bücher sich stabeln. Außerdem gehöre ich seit Jahren zu den Menschen, die ewig und ständig am Laptop sitzen und auf den Bildschirm starren. Sei es nun zum Vergnügen oder weil es zur Arbeit gehört. Die Vorstellung, dann auch noch beim Lesen und zur Entspannung auf irgendwelche Pixel zu starren, hat mir nicht gefallen.

eInk hat meine Meinung jetzt tatsächlich geändert. Die Pixel sind verschwunden und mein neuer kobo-reader ist sehr viel angenehmer als der beleuchtete von Trekstore, den ich zuerst hatte. Außerdem habe ich inzwischen Angst, wenn ich abends im Bett liege und ein gedrucktes Buch lese, dass ich meine Tochter wecke, die unmittelbar neben mir schläft. Das schöne Geräusch des Umblätterns wurde also in den letzten Wochen zu einem Geduldsspiel.

Momentan lese ich „Biss zum Morgengrauen“ – endlich – und wer die gebundenen Fassungen kennt weiß, dass es sich um ganz schöne Wälzer handelt. Meine Arme streiken bei dieser Kälte immer wieder und so bin ich froh, dass ich mir den ersten Band zusätzlich noch als ebook kaufen konnte. Es entlastet meine Arme doch sehr.

Dennoch … Mein Hang zum Sammeln werden die ebooks nie zügeln können und wahrscheinlich werde ich den Großteil der Bücher, die ich auf meinem kobo lese, auch als Printausgabe kaufen. Einfach um dafür zu sorgen, dass das gedruckte Wort nicht ausstirbt und weil ich den Anblick meiner Bücher liebe. Es inspiriert mich, sie zu sehen und anzufassen.Und wer will seine Autogramme schon auf einem eReader sammeln, nicht wahr? 😉

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Ein Gedanke zu “Print oder ebook?

  1. Andrea Bielfeldt schreibt:

    Das sehe ich genauso Toni!
    Denn E-Books werden den Print nie ablösen – aber sie sind eine Bereicherung!
    Nur weil es nun elektronische Bücher gibt, heißt es ja nicht – wie damals bei den Schallplatten – dass Bücher nun nicht mehr gedruckt werden.
    Als Leser finde ich es super, die Wahl zu haben. Als Autor noch viel mehr.
    Toller Beitrag!
    Liebe Grüße,
    Andrea

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