Hilfe! Ich brauche eine Idee! (Die Idee Part 2)

Manchmal fehlt sie einfach, die zündende Idee für das nächste Projekt. Entweder man hat gerade keine auf Lager, oder die, die man zur Verfügung hat, sind einfach nichts für die momentane Stimmung (was bei mir inzwischen eher der Fall ist). In beiden Fällen muss etwas Neues her, denn ich für meinen Teil hasse das Gefühl, kein aktuelles Projekt zu haben. Ich brauche einfach immer etwas, an dem ich arbeiten kann – was wohl der Grund ist, weshalb ich mich gerne etwas überlade, aber das ist ein anderes Thema.
Wenn eine Idee her muss, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, die mir helfen.

1. Alte Notizen durchgehen
Die ganz alten Notizbücher rauskramen, blättern, stöbern, lesen. Vielleicht findet sich etwas, das schon lange in Vergessenheit geraten ist. Oder der Blick schweift über eine Passage, die zu etwas Neuem inspiriert.

2. Wörterchallenges
Mein absoluter Favorit! Ich picke mir Wörter zusammen, aus denen ich etwas entwickle. Das beste Beispiel dafür ist eines meiner aktuellen Projekte. „Kalte Ketten“ (Arbeitstitel) entstand auf diese Weise. Ich hatte keine Lust auf die Liste an Ideen und vorbereiteten Plots, die mir bereits zur Verfügung standen, brauchte Abstand zu meinen Schattenkriegern und beschloss, ein neues Buch für den dead soft verlag zu schreiben. Aus einer Laune heraus bat ich eine Freundin, mir ein paar Wörter zu geben. Ich bastelte mir daraus den Anfang der Geschichte und zu guter Letzt kam ein Werk mit fast 500.000 Zeichen heraus. Die Wörter hatte ich schon ganz am Anfang verpulvert, doch das war egal. Sie gaben mir den nötigen Anstoß.

3. Auslosen/Karten legen
Eine ähnliche Variante wäre die folgende: Einige Begriffe auf kleine Karten oder Zettel schreiben, sie verdecken und mischen und dann blind ein paar Karten ziehen. So hat man seine eigenen Wörter. Natürlich müssen diese Wörter auch irgendwo herkommen. Es empfiehlt sich also immer mal ein paar Wörter zu schreiben und in den „Topf zu werfen“, damit man in einer Notlage auch welche hat. Zugegeben, dieser Gedanke kam mir eben erst, aber ich denke, ich werde ihn bei Zeiten einmal ausprobieren.

4. Aus dem eigenen Leben klauen
Denke über den Tag nach. Oder die Woche. Den letzten Monat. Was ist in dieser Zeit besonderes passiert? Hast du jemanden kennengelernt? Ein besonders schönes Restaurant gefunden oder warst das erste Mal an einem Ort, den du schon immer mal sehen wolltest? Egal was es ist, nutze es, um eine Geschichte darauf aufzubauen. Spinne etwas drum herum oder setze es ganz an den Anfang. Nutze dein Erlebtes und baue es ein. Du musst ja niemandem sagen, dass du gerade diese Szene selber erlebt hast 😉

5. „Fingerübungen“
Das Spiel mit den Wörtern fällt im Grunde genommen darunter. In der Schreibwerkstatt gibt es einen Ort, an dem regelmäßig kleine Fingerübungen gepostet werden. Aufgaben, zu denen man eine Geschichte, ein Gedicht oder sogar ein Lied verfassen soll. Auch diese kleinen Übungen können einen wunderbaren Anstoß geben. Egal ob für eine Kurzgeschichte, ein Buch oder sogar eine Trilogie.

~*~

Habt ihr noch andere Wege, um an neue Ideen zu kommen? Lasst sie mich wissen, indem ihr einen Kommentar hinterlasst. Ich würde diese Liste liebend gerne noch erweitern!

Zur Übersicht der Serie

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2 Gedanken zu “Hilfe! Ich brauche eine Idee! (Die Idee Part 2)

  1. timetohear schreibt:

    Darf ich hier einen kleinen Tip geben ? Ich spiele oft in einem Onlinerollenspiel.. genauer gesagt ein MMO. Das ist eine meiner Inspirationsquellen.. spielend kommen mir da oft Ideen. Oder aber einfach mal träumen, Musik hören, Bilder anschauen, gerne auch mal eine Doku ansehen ( z.B über das Mittelalter.) und schon wandern die Gedanken, langsam entsteht eine Geschichte.

    • tonikuklik schreibt:

      Ohje *lach* Lang, lang ist’s her, dass ich mal ausgibig gespielt habe. Aber du hast recht, das ist auch eine sehr schöne Inspirationsquelle. Für die anderen Punkte (in Ruhe Musikhören und Ideen rieseln lassen) fehlt mir inzwischen oft die Zeit. Zeit, ich ich mir bei Bedarf mal wieder nehmen sollte. Gut, dass es mir nur noch selten an Ideen mangelt. Das Problem ist eher der Gegensatz: Zu viele Ideen für ein einziges Leben 😉

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