Rezension: „Der Augensammler“ von Sebastian Fitzek (Hörbuch/ungekürzt)

Spannend, fesselnd und … unglaublich.

Fakten

Autor: Sebastian Fitzek
Sprecher: Simon Jäger
Spieldauer: 10 Std. 51 Min
Anbieter: audible.de (exklusiv)

 

 

Der Autor

Sebastian Fitzek wurde am 13. Oktober 1971 in Berlin geboren, wo er auch heute noch lebt. Nachdem er das erste Staatsexamen in Jura bestanden hatte, promovierte er in Urheberrecht. Danach arbeitete Sebastian Fitzek zunächst als Programmdirektor und Chefredakteur für unterschiedliche deutsche Radiostationen. Gemeinsam mit dem Namensforscher Jürgen Udolph schrieb Sebastian Fitzek das Sachbuch Professor Udolphs Buch der Namen. Das Buch lieferte die Vorlage zu der Serie Deutschland – Deine Namen, die mit Johannes B. Kerner als Moderator ausgestrahlt wurde. Im Juli 2006 erschien sein erster Psychothriller Die Therapie. Das Buch wurde, wie auch alle seine folgenden Thriller, zu einem überaus erfolgreichen Bestseller. Sebastian Fitzek ist einer der wenigen deutschen Krimi- und Thrillerautoren, die auch in den USA und in England verlegt werden. Seine Bücher wurden in 20 Sprachen übersetzt. Wie Sebastian Fitzek auf seiner Homepage verlauten ließ, sind für alle seiner Bücher Verfilmungen geplant.

(Quelle: audible.de)

Klappentext

Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken.
Er spielt es mit deinen Kindern.
Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden.
Doch deine Suche wird ewig dauern.

Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge.
Bislang hat der „Augensammler“ keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt…

Meine Meinung

„Übel“ war das erste, was ich dachte, als Simon Jägers Stimme für ein paar Minuten an meine Ohren drang. Und „übel“ war auch das letzte, was mir in den Sinn kam, als die Geschichte sich dem Ende neigte. Doch mein Urteil über dieses Meisterwerk von einem Thriller ist ein anderes: grandios!

Eigentlich bin ich kein Fan von Thriller, Krimi & Co. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir (neugierig, wie ich bin) das Hörbuch zulegt habe, anstelle der gedruckten Printausgabe. Und ich bereue es keine Sekunde. Simon Jägers Stimme jagte mir auch unter der brennenden Sonne einen schauer über den Rücken, als er mit dem Epilog begann. Denn das zeichnet dieses Buch für mich ebenfalls aus: Es beginnt mit dem Epilog und endet … mit dem Prolog. Genau wie der Protagonist, Alexander Zorbach, rennen auch wir gegen die Zeit. Wir wissen, dass uns nur noch weniger Kapitel bleiben, wissen, dass die Geschichte bald ein Ende nehmen wird und fragen uns: Wie soll das noch gutgehen? Ich erinnere mich, wie gestresst ich mich beim Hören manchmal gefühlt habe, weil Alex‘ Stimmung direkt auf mich übergegangen ist.

Die Charaktere, die diese „unfassbare“ Geschichte bevölkern, sind unglaublich lebendig. Besonders die blinde Zeugin, Alina, hat mir von Anfang an zugesagt. Fitzek nutzt ihre Blindheit, um ihr Charakter einzuhauchen. Ich war beeindruckt von der bildlichen Sprache, die sogar dann vorhanden war, wenn für ein paar Minuten aus ihrer „Sicht“ erzählt wurde. Auch Alex‘ Familie, so wenig sich im späteren Verlauf auch mitspielt, hatte unglaublich viel Leben. Jeder noch so kleine Nebencharakter erschien vor meinem inneren Auge, nachdem er auch nur kurz aufgetaucht war.

Umso überraschter war ich, als ich auch nach der Hälfte des Buches noch nicht sicher war, wer der „Augensammler“ sein könnte. Die Auflösung hat mich, die ich immer alles mögliche im Voraus weiß und anderen damit den Spaß verderbe, selber überrascht. Als ich nachts im Bett das Ende hörte, wollte ich mir mit der Hand gegen die Stirn schlagen.

… Und ich wollte weinen. Das Buch ist ausgezeichnet! Die Idee, die dahintersteckt, einfach einmalig und das Ende. Das Ende war in meinen Augen gar nicht anders machbar und trotzdem hinterlässt das Buch einen bitteren Beigeschmack, sobald es zuende ist. Da ich gerne zufrieden ein Buch zuschlage oder ein Hörbuch beende (weshalb ich wohl auch nie der wahre Thriller-Fan werden kann), vergebe ich für dieses Buch

4,5/5 Sterne!

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2 Gedanken zu “Rezension: „Der Augensammler“ von Sebastian Fitzek (Hörbuch/ungekürzt)

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