Rezension: „Schlangenfluch 2“ von S. B. Sasori

RavensGiftCover

Düster und zerschmetternd – ein Fluch, der unter die Haut geht!

Autorin: S. B. Sasori
Verlag: dead soft
Seiten: 246
Gelesen: eBook

Klappentext
Raven verbirgt ein grausames Geheimnis, um seinen Bruder zu schützen. Tag und Nacht stellt er sich allein einer Herausforderung, der er nicht gewachsen ist. Samuel und Laurens ahnen nichts von der Gefahr. Sie kämpfen darum, die Geschehnisse am Loch Morar vergessen zu können – bis ein alter Feind auftaucht, der alles daran setzt, ihre Liebe für immer zu zerstören.

Das Buch
Zu sagen, worum es in diesem zweiten Teil der Schlangenfluch-Trilogie wirklich geht, ist nicht leicht. Der Klappentext bereitet nicht im Mindesten auf das vor, was einen in „Ravens Gift“ erwartet.

Zum einen haben wir natürlich wieder Samuel und Laurens, die noch immer ihre kleinen Kämpfe ausfechten. Während besonders Laurens noch sehr unter den Geschehnissen aus dem ersten Band leidet und sich an jeder Ecke von Loch Morar daran erinnert, versucht Samuel verzweifelt, ihm auf jede erdenkliche Art näher zu kommen. Laurens „Verklemmtheit“ hat mich auf der einen oder anderen Seite des Buches schon ziemlich genervt, aber Sasori hat sich mal wieder darauf verstanden, diese Reaktion bei mir als Leserin schnellst möglich zu korrigieren. In dem Moment, als ich dachte „Meine Güte, Laurens!“, dachte er es scheinbar auch selber.
Mit ihrer doch recht verkorksten Beziehung, sorgen Samuel und Laurence wieder einmal für altbekannte Dramen, die doch so anders sind, als im ersten Teil. Mitfiebern, mitleiden und verzweifeln ist angesagt!

Dann wäre da noch Tom, den wir ebenfalls schon aus dem ersten Band kennen. Ich hoffe, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es sich bei dem „alten Feind“ um ihn handelt. Sein entstelltes Gesicht und sein grenzenloser Hass auf Samuel treiben ihn an. Sasori beschreibt seine Gefühlslage so eindrucksvoll, dass es schwer fällt, Tom nicht zu mögen. Ein Zwiespalt, der doch sehr am Leser nagen kann. Ewig hält dieses Mitleid für Tom allerdings nicht an, denn in regelmäßigen Abständen wird man daran erinnert, dass Tom unseren eigentlichen Lieblingen an den Kragen will! Seine Szenen weckten besonders häufig Zorn und eine kaum zu definierende Agression in mir.

Dass man zeitgleich einem krebskranken Professor beim „sterben zusieht“, heitert die Stimmung nicht gerade auf, sorgt aber dank seiner eigenen Art für eine angenehme Abwechslung. Leider fehlt mir der Ausgang für diesen Professor, der einfach irgendwann nicht mehr da ist. Absicht oder nicht? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Autorin sich eine grausame Sterbeszene einfach so entgehen lässt, also bleibe ich bei meiner Annahme, dass wir noch etwas mehr von Klaus erfahren … wenn der dritte Teil diese Serie vollendet.

Fazit
Über „Ravens Gift“ schwebt eine pechschwarze Wolke aus Emotionen. Es handelt sich hier in meinen Augen nicht um ein Buch, das man im Sonnenschein unter dem Apfelbaum lesen sollte. Viel eher passt es zu verregneten Trauertagen im Bett. Dennoch – oder gerade deswegen – spreche ich an dieser Stelle mein uneingeschränktes Lob für dieses Werk aus. S. B. Sasori ist es gelungen in meiner Seele ein Gefühlschaos anzurichten, wie es bis jetzt kaum ein Buch geschafft hat. Sie versteht sich wunderbar darauf nicht nur ihre Protagonisten, sondern auch ihre Fans leiden zu lassen. Wer sich in ihre Geschichten fallen lässt, ist auf ein dickes Fell angewiesen. Da dieses Buch aber auch noch lange nach dem Beendigen einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt, gibt es dieses mal „nur“

4/5 Sterne.

Ich hätte mir ein paar mehr Glücksgefühle meinerseits gewünscht. Außerdem habe ich mich auf mehr Raven gefreut, als ich bekommen habe. dafür ist der Titel trotzdem mehr als passend gewählt. danke für diese beeindruckenden Stunden in deiner Welt, liebe Sasori. So düster sie dieses Mal auch waren.

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