[AutorenNews] Ein aktuelles Häppchen aus BZ für euch

Hallo meine Lieben!

Heute habe ich ein kleines Häppchen aus meinem aktuellen Roman für euch. Da ich mit der Rohfassung des geheimnisvollen Titels #BZ (ich weiß, das mit den Hashtags funktioniert hier nicht – Gewohnheit 😉 ) durch bin und jetzt an der Überarbeitung sitze, ist es Zeit, immer mal kleine Teile zu präsentieren. Dabei entscheide ich mich überwiegend für „Schlüsselszenen“, die verdeutlichen, wie es in dieser Fortsetzung von „Kalte Ketten“ vor sich geht. Oder auch für Momente, Zeilen, Absätze, die mir persönlich besonders nahe gehen.

Hier nun also euer erstes Häppchen aus BZ:

Tu es einfach. Es ist okay, Riley. Tu es einfach.
Gar nichts war okay. Er konnte es nicht tun. Er konnte es einfach nicht!
Schreie. Schmerz. Blut. Tränen.
Riley sah nichts mehr. Er spürte nichts mehr. Er hörte nur noch die Schreie und wagte es nicht, die Augen zu öffnen.
Sieh hin!
Nein!
Sieh ihn dir an!
Ich kann nicht!
Wieder dieser Schmerz. Wieder die Schreie, die er nicht mehr hören wollte.
Unter seinen Füßen veränderte sich etwas. Der Schmerz flaute ab. Bäume? Schatten. Sie waren überall. Eisige Kälte. Etwas kratzte über seine nackte Haut. Sein linker Arm baumelte nutzlos neben ihm. Etwas verfing sich in seinem Fuß. Er stürzte – direkt zurück in den dunklen Keller.
Eine neue Schmerzwelle empfing ihn. Das verzerrte Gesicht seines Freundes. Blut. Es schien überall zu sein. War es seins? Auch. Aber nicht nur.
Es tut mir so leid.
Freikämpfen. Er musste sich freikämpfen. Fliehen. Verschwinden. Sterben. Egal welchen, irgendeinen Ausweg musste er finden. Er konnte das nicht ertragen. Nicht das.
Vergib mir.
Lauf! Herr Gott nochmal, LAUF!
Er lief doch! Oder lag er am Boden? Kauerte er zu seinen Füßen? Flehte er um sein Leben oder rettete er selbiges? Riley wusste es nicht mehr. Er kroch weiter. Der Gestank von Kot und Erbrochenem wechselte sich ab mit dem von moderndem Laub und feuchtem Moos.
Wo war er? Wie war er hier hergekommen?
Eine verhasste Stimme brüllte ihn an. Alek!
Nein! Nicht schon wieder.
»Bitte nicht … bitte …«
Aber er konnte sich aus dieser Hölle nicht herausflehen. Er konnte den Qualen kein Ende bereiten. Nicht, solange er nur ein Häufchen Elend war, das in seiner eigenen Scheiße kroch. Und für mehr fehlte ihm die Kraft.
Beten.
Flehen.
Erhört werden.
Doch wo der Teufel herrscht, da hört kein Gott.

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2 Gedanken zu “[AutorenNews] Ein aktuelles Häppchen aus BZ für euch

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