Kalte Ketten

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Riley Bacon ist gerade erst aus einer fatalen Beziehung geflohen, als er dem charmanten Kjell in die Arme läuft. Schon nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht wird Riley klar: Diesen Mann kann er so schnell nicht wieder loslassen. Kjell versteht sich wunderbar darin, ihn mit Hilfe von Ketten und Schmerzen alles vergessen zu lassen. Schneller als Riley es je für möglich gehalten hätte, wird er von Kjell abhängig. Doch sein Meister birgt ein düsteres Geheimnis, das Riley erst entdeckt, als er endlich die Erlaubnis bekommt, ihn anfassen zu dürfen.


Leseprobe aus dem ersten Kapitel

Ein Welpe im Regen

Der Regen peitschte ihm um die Ohren, als Riley das Haus hinter sich ließ und auf die Straße rannte. Das Herz schlug ihm bis zum Hals. Er hatte es getan. Er war gegangen. Er hatte Carlos seine Meinung gesagt, oder sie ihm viel mehr entgegengebrüllt, und war endlich gegangen. Seine Wange brannte immer noch von der Ohrfeige, die er sich eingefangen hatte, doch er war froh, dass der Mann die Hand gegen ihn erhoben hatte. So gerne Riley sich auch etwas anderes eingeredet hätte, er wusste, dass er es ansonsten nicht geschafft hätte, ihn zu verlassen. Mit dieser Ohrfeige allerdings hatte Carlos ihn endgültig davon überzeugt, dass ihre Beziehung zum Scheitern verurteilt war.
Riley lief einfach immer weiter. Er fühlte sich frei und zufrieden. Carlos hatte ihn die letzten Monate nur noch unglücklich gemacht und jetzt war er endlich von ihm befreit.
Die Euphorie verschwand, als er Kopfsteinpflaster unter den Füßen spürte. Er wurde langsamer und blieb schließlich stehen. Seine Socken waren vollkommen durchnässt. Nach dem Streit war er einfach nach draußen gerannt, hatte weder Schuhe noch eine Jacke angezogen. So ein Unwetter hatte er noch nie erlebt. Plötzlich bemerkte Riley auch die beklemmende Kälte, die von ihm Besitz ergriff.
Wo sollte er jetzt hin? Er hatte seine Wohnung schon vor Monaten aufgegeben, um bei Carlos wohnen zu können. Seine Eltern hatten ihm bereits vor fünf Jahren den Rücken zugekehrt. Er hatte weder Geld dabei noch sein Handy.
Verdammt! Frustriert ließ er den Kopf in den Nacken fallen und schloss die Augen. Der Regen prasselte ihm aufs Gesicht. Konnte er nicht ein einziges Mal gründlich nachdenken, bevor er schwerwiegende Entscheidungen wie diese traf? Jetzt saß er auf der Straße. Obdachlos. Alleine. Mit einem Studium, das er sich nicht mehr leisten konnte.
Kurz kam ihm sein bester Freund in den Sinn. Liam war immer für ihn da, aber der Amerikaner hatte momentan seine Eltern zu Besuch und vor denen wollte Riley beim besten Willen keine Szene machen. Abgesehen davon redete Liam sich schon seit geraumer Zeit den Mund damit fusselig, dass er Carlos endlich verlassen sollte und auf den selbstgefälligen Ich-hab’s-dir-ja-gesagt-Blick hatte Riley überhaupt keine Lust.
Mit zitternden Muskeln und einer rekordverdächtigen Gänsehaut ging Riley weiter. Er versuchte, sich nur auf das laute Tosen zu konzentrieren, das der Sturm verursachte, in der Hoffnung, er könne seine Gedanken übertönen und seinen Kopf leerfegen. Es funktionierte nicht.
Riley fand eine überdachte Bushaltestelle und setzte sich auf die Bank. Ein paar Regentropfen erreichten ihn noch, aber immerhin war es etwas windgeschützt. Bibbernd schlang er die Arme um seinen Körper und sah die Straße rauf und runter. Keine Menschenseele war zu sehen, die Läden und Restaurants hatten bereits alle geschlossen und kaum ein Auto war noch unterwegs. Eine Straßenlaterne flackerte nervös, als wolle sie den Blitzen am Himmel nacheifern. Riley spürte, wie seine Augen zu brennen begannen. Er biss sich auf die Zunge. Nein! Es gab keinen Grund, auch nur eine Träne zu vergießen. Genau so hatte er sich die letzten Monate bei Carlos gefühlt. Jetzt war er wenigstens frei und das war besser. Besser als der Psychoterror seines Exfreundes. Besser als die Wohnung, in der er sich nur noch wie ein Fremder gefühlte hatte. Viel besser. Oder nicht?
Er strich sich das rot-braune Haar aus der nassen Stirn und spürte ein Kribbeln in der Nase. Sofort erinnerte es ihn an Carlos. Er hatte sich immer über seine Art zu niesen aufgeregt.
„So oft hintereinander. Reiß dich doch mal zusammen!“, hatte er immer gesagt und dabei so wütend geklungen, dass Riley irgendwann angefangen hatte, das Niesen zu unterdrücken – aus Angst, Carlos könnte der Kragen platzen. Ja, so war es definitiv besser.
Gerade als Riley sich dem Fahrplan zuwenden wollte, hörte er ein platschendes Geräusch. Er drehte den Kopf in die andere Richtung und erkannte einen klitschnassen Hund auf sich zulaufen. Ein dunkelbrauner Mischling, mit Schlappohren und großen schwarzen Augen. Er kam zu ihm in das Haltestellenhäuschen, sah ihn kurz an und schüttelte sich heftig. Riley bekam mindestens die Hälfte des Wassers ab, das der Hund von sich spritzte. So nass wie er schon war, machte das auch nichts mehr. Das Tier sah zu ihm auf und legte den Kopf schief.
„Na?“ Er hielt ihm seine Hand hin. Der Hund schnüffelte nicht mal daran, sondern schmiegte seinen nassen Kopf gleich gegen sein Bein. Riley musste leise lachen. „Was tust du denn hier? Bei dem Wetter solltest du zu Hause sein und dich vor einen Kamin kuscheln oder mit deinem Herrchen schmusen.“
Der Hund zeigte keine Reaktion, sondern leckte nur schwanzwedelnd über seine Finger. Lächelnd sah er dem Tier zu und streichelte ihm erneut über den Kopf.
„Hast du vielleicht auch kein Zuhause mehr?“, fragte er nachdenklich. Das Lächeln erstarb, als er das Halsband ertastete. Auf der Hundemarke war kein Name zu lesen, doch Riley konnte sich sicher sein, dass es kein Streuner war, der sich hier zu ihm gesellt hatte. Aber wieso lief der Hund dann bei so einem Wetter durch die Straßen?
„Wurdest du ausgesetzt?“
Der Hund drehte den Kopf und erstarrte einen Moment. Riley folgte seinem Blick. Er beugte sich leicht vor und erkannte im Regen einen Mann auf sie zulaufen, der sich verzweifelt an einen Regenschirm klammerte.
„Muffin! Komm zurück!“
Riley zog die Brauen hoch und sah den Hund an. Das Tier erwiderte seinen Blick und winselte leise.
„Du heißt Muffin? Du armer Kerl.“ Der Hund bellte kurz, dann lief er seinem Herrchen entgegen.
„So was. Du kleiner Ausreißer! Wieso musst du immer weglaufen?“
Riley lehnte sich zurück und beobachtete die Fahrbahn. Sie hatte sich in einen reißenden Strom verwandelt. Die Gullys waren überfordert. Immer noch zitternd vor Kälte lauschte er dem Mann, der seinen Hund wegführte. Wahrscheinlich würde er ihn nach Hause bringen. Ihn trocken rubbeln und etwas zu essen geben. Mit ihm kuscheln. Unwillkürlich wünschte er sich, mit Muffin tauschen zu können. Was konnte es jetzt besseres geben, als ein Herrchen, das ihn vor diesem Wetter rettete und ihn in ein warmes Zuhause brachte?
Riley verlor sich in der Vorstellung, sodass er den schwarzen Mercedes, der die Straße heruntergekommen war, erst bemerkte, als er vor der Bushaltestelle hielt. Er vertrieb die Vorstellung eines Hundelebens und musterte das Auto. Der Regen hatte nachgelassen, aber er konnte in der Dunkelheit trotzdem nicht durch die nassen Scheiben sehen. Er runzelte die Stirn und wartete. Es geschah nichts. Vorsichtig reckte er den Hals, in der Hoffnung, etwas erkennen zu können, aber erst als das Fenster der Beifahrerseite herunterfuhr, konnte er einen Blick auf den Fahrer erhaschen. Ein Mann mit kurzem schwarzem Haar und dunklen Augen sah ihn an. Ein kleines Lächeln lag auf seinen Lippen. Er trug einen Anzug, den man sofort einem Büro im einundzwanzigsten Stock zuordnen konnte. Der Mann reckte sich zum offenen Fenster und sah ihn einen Moment neugierig an, dann öffnete er die Tür.
„Steig ein“, rief er gegen den Regen an. „Der Bus fährt nicht mehr. Weiter hinten ist die Straße komplett überflutet.“
Riley sah prompt an sich hinunter. Er war zwar bis auf die Knochen durchnässt und trug weder Schuhe noch Jacke, doch der Rest seiner Kleidung erweckte eigentlich nicht den Eindruck, als wäre er von der käuflichen Sorte. Dass trotzdem ein schwarzer Wagen hielt und ein offenbar schwerreicher Mann ihn aufforderte. einzusteigen, verwirrte ihn.
Irritiert sah er wieder zu dem Mann auf. Der Fremde grinste und ruckte mit dem Kopf.
„Komm schon. Du siehst nicht so aus, als ob du einen anderen Plan hättest.“
Damit hatte er zweifellos recht. Mit weichen Knien und einem mulmigen Gefühl in der Magengegend erhob Riley sich und ging auf den Wagen zu. An der offenen Tür hielt er inne. Jede Erinnerung an Filme und Nachrichten, jede gute Erziehung und jede Vernunft warnten ihn davor, in dieses Auto zu steigen. Er beugte sich hinunter und musterte den Mann. Dass der Regen dabei auf ihn niederprasselte und der kalte Wind ihm wahrscheinlich eine Lungenentzündung einbringen würde, hielt ihn nicht davon ab, den Fremden genauer unter die Lupe zu nehmen. Er wirkte sympathisch und die wärmende Heizung des Wagens verlockend.
„Ich bin kein Stricher“, platzte er hervor. Sofort wurde ihm klar, wie unfreundlich er klang und er biss sich auf die Zunge. Der Mann lachte.
„Und ich zahle nicht für Sex“, sagte dieser. Er hatte eine angenehme Stimme.
Riley sah sich noch einmal um. Der Bus fuhr nicht mehr – und selbst wenn: Er hatte keine Ahnung, wo er hätte hinfahren sollen. Ganz davon abgesehen, dass er weder Geld noch eine Fahrkarte hatte. Gedanklich warf er den kleinen Engel, der ihm ins Ohr schrie und ihn warnte, von seiner Schulter und stieg in das warme Auto. Er zog die Tür zu und schlang die Arme um sich.
„Mein Name ist Kjell“, sagte der Mann. Er streckte die Hand aus und drehte die Heizung höher. „Kjell Hansen.“
Unsicher lächelte er dem Älteren zu. „Riley Bacon.“
„Lecker.“ Kjell schmunzelte und legte den Gang ein. Gleich darauf fuhr er los. „Schnall dich bitte an.“
Mit zitternden Fingern schnallte Riley sich an und versuchte, den ausgelutschten Witz über seinen Nachnamen einfach zu ignorieren. Das Grinsen des Mannes ließ sein Herz allerdings einen Schlag aussetzen, um hinterher mit doppelter Geschwindigkeit weiterzupochen.
Eine Weile herrschte gespanntes Schweigen. Riley bemühte sich, aus dem Fenster zu sehen und seinen Retter nicht anzustarren, doch das erwies sich als außerordentlich schwer. Immer wenn der Mann sich bewegte, wehte ein angenehmer Duft zu ihm herüber, der dafür sorgte, dass er den Kopf drehen und ihn ansehen musste.
Kjell hatte einen schön geschwungenen Unterkiefer und eine unnatürlich schöne Nase. Gerade und perfekt saß sie in seinem Gesicht. Genau an der richtigen Stelle. Noch nie hatte Riley auf Nasen geachtet. Erst jetzt wurde ihm klar, wie hübsch Nasen sein konnten. Ein Blick in den Seitenspiegel gab ihm das Gefühl, auszusehen wie ein nasser Picasso.
„Du hast keine Schuhe an“, stellte Kjell amüsiert fest. Riley sah auf seine nassen Socken und schüttelte den Kopf.
„Nein“, sagte er, als wenn es auch ihm gerade erst aufgefallen wäre.
„Und keine Jacke.“
Wieder schüttelte er den Kopf. „Nein …“
Kjell lachte dunkel und musterte ihn kurz. „Wieso nicht?“
Die dunkelbraunen Augen glitzerten Riley im gelegentlichen Aufleuchten der Straßenlaternen entgegen wie Diamanten. Tiefe, dunkle Diamanten.
„Ich musste … ziemlich übereilt los.“ Was für eine dämliche Erklärung! Gott, war das peinlich. Er biss sich auf die Unterlippe. Der unerklärliche Drang, seinen Aufzug zu erklären, gewann die Überhand. „Ich habe mich von meinem Freund getrennt und musste sozusagen aus der Wohnung fliehen.“
Kjell zog die Brauen hoch. „Weil er dich sonst geschlagen hätte?“
Riley schüttelte den Kopf, auch wenn er sich sicher war, dass Carlos das getan hätte. Allerdings war das nicht der Grund für seine Flucht gewesen.
„Nein. Ich musste weg bevor … bevor ich es mir anders überlegen konnte.“
Kjells Lachen drang erneut angenehm an seine Ohren. Ihm lief ein Schauer über den Rücken. Was war nur mit ihm los? Das musste an der Kälte liegen, die noch immer in seinen nassen Kleidern hing.
„Dann bist du nicht besonders willensstark, hm?“
Nein, bin ich nicht. „Doch. Aber Carlos kann sehr überzeugend sein“, sagte Riley. „Überzeugend“ war vermutlich nicht das richtige Wort für das, was Carlos war. „Einschüchternd“ oder „gefährlich“ traf es eher. Aber das brauchte Kjell nicht zu interessieren.
„In Ordnung. Und wo soll ich dich hinbringen? Nach Hause geht dann ja schlecht.“
Riley seufzte und schwieg. Er wusste immer noch nicht, wo er hin sollte. Liam fiel flach und sonst hatte er niemanden, bei dem er zu nachtschlafender Zeit hätte auftauchen können. Er zuckte leicht mit den Schultern und starrte auf seine Knie. Ein wenig fühlte er sich an den Hund und sein Herrchen erinnert. Der Hund hatte scheinbar auch nicht gewusst, wo er hin sollte, bis sein Herrchen gekommen war und ihn ins Trockne gebracht hatte. Für ihn war Kjell gekommen.
„Dann … willkommen in meinem bescheidenen Heim“, ertönte die angenehme Stimme nach einer Weile. Riley sah auf. Sie hatten vor einem großen Anwesen gehalten. Er war so in Gedanken gewesen, dass er gar nicht bemerkt hatte, wie sie die lange Auffahrt des Hauses hochgefahren waren. Jetzt konnte er das prunkvolle Haus nur noch anstarren. Es war so imposant, dass Riley fast der Atem wegblieb. Ein paar Stufen führten von einem Kiesweg empor zur Eingangstür. Weiße Säulen stützten ein kleines Dach über dem Eingangsbereich und gusseiserne Lampen erhellten trotz Regen und Sturm ihren Weg. Das Haus war mindestens drei Etagen hoch. Riley fragte sich sofort, was ihn hinter der prunkvollen Fassade wohl erwartete. Kunstgegenstände von unschätzbarem Wert? Ein Dutzend Bedienstete und eine reiche Familie?
„Komm einfach mit rein. Du musst aus den nassen Klamotten raus, sonst wirst du noch krank“, sagte Kjell, als hätte er seine Gedanken gelesen. Er öffnete die Tür und stieg aus. Wieder schellten bei Riley die Alarmglocken. Das kleine Engelchen, das ihn zur Vorsicht ermahnte, war zurück. Dieses Mal fiel es ihm schwerer, es zu ignorieren. Dennoch schnallte er sich ab und stieg aus dem Wagen. Mit wenigen Schritten hatte er die Veranda erreicht und stand im Trocknen. Der Wind hatte sich etwas gelegt, doch er blies immer noch eisig. Verdammtes Herbstwetter! Riley hatte schon immer den Sommer bevorzugt.
Kjell zog einen Schlüssel aus der Tasche und öffnete den rechten Teil der großen Flügeltür. Mit pochendem Herzen sah Riley einer warmen Eingangshalle entgegen. Der helle Marmor bedeckte nicht nur den Boden, sondern erhob sich in Form weiterer Säulen bis in den nächsten Stock. Auch die breite Treppe, die nach oben führte, war aus Marmor. Ein roter Teppich kam die Stufen herunter wie ein blutroter Wasserfall.
„Wahnsinn“, flüsterte Riley. Kjell trat zur Seite und machte eine einladende Geste mit dem Arm. Zitternd und mit weichen Knien folgte Riley der Einladung und trat an dem Mann vorbei ins Haus. Sofort umfing ihn Wärme und sogar die Stimme des unsichtbaren Engelchens verstummte endlich.
Riley wartete darauf, dass jemand kam und ihn neugierig musterte. Eine Frau oder Kinder. Vielleicht ein Lebensgefährte. Aber es blieb still im Haus. Natürlich. Wahrscheinlich schliefen alle.
„Zieh die nassen Kleider aus“, sagte Kjell, nachdem er die Tür geschlossen hatte. „Ich hole dir was Trockenes. Aber mach mir hier nicht alles nass.“
Er verschwand durch einen schlichten Torbogen in eine Art Esszimmer, ging um die Ecke und war nicht mehr zu sehen. Riley sah sich weiter um. Er begann damit, sich aus seiner nassen Hose zu schälen, ohne sich von der Stelle zu rühren. Die Jeans klebte widerspenstig an seinen schlanken Beinen. Als er sie endlich losgeworden war, warf er sie etwas zögernd neben die Tür vor einen Heizkörper. Die Socken folgten und schließlich warf er auch das Shirt zu den anderen Klamotten. Sein Blick fiel auf einen Spiegel, der gegenüber dem Durchgang an der Wand hing und bis zum Boden reichte. Eine magere Gestalt sah Riley entgegen. Das rot-braune Haar hing ihm nass ins Gesicht, die blauen Augen wirkten müde und träge. Vereinzelte Sommersprossen zogen sich über seine Nase und seine Wangen. Riley wandte sich von seinem Spiegelbild ab. Genau in dem Moment kehrte Kjell zurück. In der Hand hielt er einen Bademantel. Als er ihn ansah, stockte er und musterte ihn mit einem undefinierbaren Lächeln. Sofort schlug Riley das Herz wieder bis zum Hals.
„Du solltest die Unterhose auch ausziehen“, sagte Kjell und kam auf ihn zu. „Nicht, dass du dir eine Blasenentzündung holst. Sehr unangenehm.“
Er reichte ihm den weißen Bademantel. Riley griff danach. Er versuchte den dicken Kloß herunterzuschlucken, der sich in seiner Kehle bildete – ohne Erfolg. Beschämt wandte er sich ab und glitt in den Bademantel. Als er ihn zusammengezogen und geschlossen hatte, befreite er sich auch von den nassen Boxershorts.

 

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