[Tutorial] Ein Kontinent entsteht (PS Part 3.1: Wälder und Co)

Heute wollen wir unsere Karte mit etwas mehr Grün ausstatten. Was ist eine Fantasy-Landkarte bitte ohne Wälder und Grünflächen? Eine Wüstenlandschaft, aber um die kümmern wir uns ein anderes Mal 😉 Ich möchte jetzt erstmal einen kleinen dunkel-grünen Wald am Fuß meines Berges haben. Dazu tun wir das, was wir am liebsten tun: Wir erstellen eine neue Ebene!

01Diese Ebene lassen wir erstmal ganz normal, nehmen uns wieder einen beliebigen „Krissel“-Pinsel, wie ich sie so gerne nenne, und nehmen ein schönes, dunkles Grün als Vordergrundfarbe. Damit malen wir uns das Gebit vor, welches wir uns für den Wald ausgesucht haben. Nutzt dafür auch ruhig verschiedene Pinselspitzen, damit der Wald auch in sich ein bisschen variiert.
Alternativ könnt ihr den Wald natürlich auch wieder mit einer Farbfläche machen, damit ihr den Grünton auch im Nachhinein immer wieder problemlos ändern könnt. So oder so, solltet ihr darauf auchen, dass ihr auch gleich ein paar Ausläufer für jeden Wald, den ihr kreiert, mit einbezieht. Wir legen jeden Wald der Karte auf eine eigene Ebene, mit eigenen Filtern, damit nicht jeder Wald exakt gleich aussieht.

02Als nächstes nutzen wir wieder den Ebeneneffekt, der uns auch schon bei den Bergen geholfen hat: „Abgeflachte Kanten und Relief“. Hier soll er natürlich nur dezent zum Einsatz kommen, kaum wahrnehmbar, aber doch da sein, damit das ganze nicht aussieht, wie ein störender Fleck auf der Karte. ZU heftig darf er nicht sein, denn dann wirkt es wieder viel zu unnatürlich. Wenn ihr den ersten Effekt drauf habt, dann könnt ihr (am besten mit demselben Grün) den Wald auch noch ein bisschen ausbauen und „in Form bringen“.

03Jetzt brauchen wir wieder eine neue Ebene, denn noch sieht unser Wald ziemlich „platt“ aus. Also erstellen wir eine neue, leere Ebene über der Aktuellen und legen denselben Effekt darauf. (Dazu mit gedrückter ALT-Taste den Effekt von der einen zur anderen Ebene ziehen.) Jetzt nehmen wir ein etwas dunkleres grün, als das vorherige, schrauben unsere Pinseldeckkraft herunter, und verfeinern unseren Wald noch etwas. Bei Bedarf, kann man diesen Schritt auch ruhig ein bis zwei Mal wiederholen. Eben so lange, bis man mit seinem Wald vorerst zufrieden ist.

Als nächstes kommen weitere Schatten, die wir von Hand hinzufügen. Dazu benötigen wir eine leere Ebene UNTER unseren Wald-Ebenen. Wir nehmen einen weichen Pinsel, sehr wenig Deckkraft und legen einen schwarzen „Hauch“ auf die Karte, der gnicht nur Schatten, sondern auch Übergang zum Kontinant ist. Wenn der Wald dadurch eine „Kante bekommt, dann erstellen wir noch einmal ÜBER den Wald-Ebenen eine solche Schattenebene. Seit aber vorsichtig, dass ihr nicht zu viel Schwarz auftragt.

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Sieht doch schon mal nicht schlecht aus, wenn wir an den anfang denken. Jetzt mittels einer weiteren Ebene auf „Multiplizieren“ und dem Musterpinsel noch ein bisschen Textur in das ganze bringen (achtung, es wird dadurch noch ein bisschen dunkler):

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Da ich jetzt aber nicht so „schlau war“ eine Farbebene für das Grün zu verwenden, kommen wir nun zu einer neuen Photoshop-Lektion, die euch in mehreren Punkten helfen kann.

Gruppen – Das Rudelverhalten von Ebenen

06Wie ihr inzwischen sicher mitbekommen habt, stapeln sich inzwischen relativ viele Ebenen in eurer Datei. Man kann diese Ebenen auch zusammenführen und auf eine reduzieren, damit nimmt man sich aber die Freiheit, sie weiter einzeln zu bearbeiten und/oder ausblenden zu können. Um trotzdem wieder etwas Ordnung in das Chaos zu bringen, können wir „Gruppen“ erstellen. Dazu klickt ihr auf den niedlichen kleinen Ordner, den ihr unter eurer Ebenenliste sehen könnt (roter Kasten im linken Bild). Ein Klick genügt und ihr bekommt eine neue Gruppe in eurer Liste angezeigt. Per Drag&Drop könnt ihr einzelne oder mehrer Ebenen in diese Gruppe verschieben. Mit Klick auf den kleinen Pfeil (vor „Gruppe 1“ blauer Kasten) könnt ihr diesen Ordner dann auf- und zuklappen. Indem ihr die Gruppe ausblendet, blendet ihr auch alle darin enthaltendenen Ebenen aus, ohne jede einzelnd anklicken zu müssen.

07So weit, so gut. Jetzt zu einem anderen wichtigen Aspekt der Gruppen, den ich mir jetzt zu Nutzen machen will. Wie ihr seht, hat auch eine gruppe Modi wie „Normal“, „Multiplizieren“ und und und. standardmäßig ist eine Gruppe immer auf „Hindurchwirken“ gesetzt. Das bedeutet, dass jeder Effekt oder Stil, den ihr innerhalb dieser Gruppe anwendet, durch die Gruppe hindurch auf die darunterliegenden Ebenen funktioniert. Zum Test schieben wir jetzt erstmal alle Waldebenen in unsere Gruppe. Mit doppelklick auf den Namen der Gruppe, können wir sie umbenennen. Als nächstes erstellen wir IN der Gruppe ÜBER unseren Ebenen einen neuen Stil: „Farbton/Sättigung“.

08Wenn wir jetzt die Sättigung runterregeln, dann verliert unsere gesamte Datei an Farbe. Aber das wollen wir jetzt noch gar nicht! Später vielleicht, wenn wir fertig sind, aber jetzt wollen wir diese Einstellungen erstmal nur für unseren Wald, den wir in der Gruppe haben. Dazu stellen wir den Modus der Gruppe von „Hundurchwirkend“ auf „Normal“. Dann wirkt der Effekt nur noch auf die Ebenen, die sich zusammen mit dieser Sättigungseinstellung in einer Gruppe befinden. Das ganze funktioniert dann ähnlich wie eine Maske, nur … eben ohne Maske.

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Jetzt können wir ganz beruhigt an den Reglern der Einstellungsebene herumspielen, ohne dabei die ganze Karte zu beeinflussen. Jetzt einfach rumprobieren, ob ihr so noch mehr aus dem Wald herausholen könnt. Probiert auch ruhig die anderen Einstellungsebenen aus, die ihr finden könnt.

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Auf diese Weise könnt ihr viele unterschiedliche Wälder erstellen. Jeder Wald in seine eigene Gruppe und ihr verliert auch nicht so schnell die Übersicht. Pinselspitzen sorgen für unterschiedliche Texturen und Farbtöne erinnern an unterschiedliche Bäume. Einen Nadelwald würde man also eher dunkelgrün machen, während ein Laub-/Mischwald auch gerne ein paar warme geld-orange-Töne bekommen kann. Je dichter der Wald, desto dunkler stellt ihr ihn da und desto weniger Schatten baut ihr mit ein. Probiert ein bisschen aus und zeigt mir eure Ergebisse 🙂 Ich bin wirklich gespannt!

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