[Schreibtagebuch] „Johns Bonus“ #6

Projekt: „Johns Bonus“
Stand: 49.509 Wörter (NaNo-Limit fast geschafft *gg*)

Häppchen
Schwer atmend ließ er den unsichtbaren Fremden zu Boden gleiten, hielt ihn mit einem Arm aber weiter fest, damit ihm nicht die Beine wegknickten.
„Fuck – danke“, raunte er benommen. „Das war dringend nötig.“
„Habe ich mitbekommen“, kam die gekeuchte Antwort. „Ich habe dich schon … an der Bar beobachtet. Wie kommt es, dass jemand wie du auf einen wie ihn reinfällt?“
John schmunzelte ungesehen. „Verzweiflung?“
„Die muss es ja in sich haben …“
John rieb mit der Nase über die weiche Stirn vor sich. „Normalerweise kenne ich die Gesichter der Leute, die ich ficke.“
„Hm – spendiere mir einen Drink und du bekommst mein Gesicht zu sehen.“ Eine weiche Zunge leckte John über die Lippen, lockte und verschwand wieder.
„Einverstanden.“ Er löste sich von dem verschwitzten Körper und befreite sich von dem Gummi, bevor er erneut die Hose schloss. „Such deine Klamotten zusammen – ich warte an der Bar auf dich.“

trennung

Manchmal braucht es nur einen HIntergedanken – eine Blitzidee, die sich nur im Hintergrund des Buches abspielt und kaum wirklich zu den Geschehnissen beiträgt. Kaum – nicht gar nicht. Mein kleiner Tiefpunkt aus dem letzten Beitrag ist beendet, der Frust hat sich in ein Grinsen verwandelt. Ich weiß, was auf mich zu kommt und es ist mir möglich, mich über diese Wandlung zu amüsieren, statt mich von anderen frustrieren zu lassen. Herrlich …

 

[Schreibtagebuch] „Johns Bonus“ #4

Projekt: „Johns Bonus“ (Es hat jetzt einen streng geheimen Arbeitstitel bekommen!)
Stand: 41.214 Wörter (Nice to know: Jetzt ist das Skript etwa halb so lang wie „Kalte Ketten“ in der Endfassung.)

Häppchen
Riley war immer noch schleierhaft, wie Kjell es geschafft hatte, ihn dazu zu überreden. Alles in seinem Inneren kribbelte, seine Hände waren eiskalt und sein Puls raste noch, als er den unheimlichen Raum mit all den noch unheimlicheren Menschen schon hinter sich gelassen hatte. Kalt blies ihm der Winter die Luft ins Gesicht und unterstützte das Zittern seines Körpers nur noch.
Schon die letzten beiden Male, die er hier gewesen war, hatte es sich so angefühlt. Wieso war er wieder hergekommen? Sollte er sich nicht besser fühlen? War diese ganze Show nicht dafür da, dass er besser mit sich und der Welt klarkam?
Vor vier Wochen, als das neue Jahr genau dreizehn Tage alt gewesen war, hatte Kjell ihm vorgeschlagen, es mit einer Selbsthilfegruppe zu probieren. Zunächst hatte Riley das für einen Scherz gehalten und gelacht, doch Kjells Blick war ernst geblieben. Damit sein Partner aufhörte, sich Sorgen zu machen, war Riley zwei Wochen später das erste Mal bei dieser Gruppe erschienen. Vollkommen anonym war sie – angeblich.

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[Schreibtagebuch] „Johns Bonus“ #3

Projekt: Johns Bonus der kein Bonus mehr ist sondern wahrscheinlich die Fortsetzung von „Blinder Zorn“
Stand: 37.593 Wörter (Es wird, es wird … Aber von den gewünschten 500 Seiten noch weiiiit entfernt.)

Häppchen
Er gönnte sich eine ausgiebige Dusche und zog sich schließlich an. Casey hatte sich die Decke geschnappt und den verführerischen Körper darunter verborgen, sodass es John leichter fiel, sich mit den Gedanken voll und ganz auf das Kommende zu konzentrieren. Nachdem er sich in Erinnerung gerufen hatte, was für Kjell und seine Firma auf dem Spiel stand, um wie viel Geld es hier ging, fühlte er sich wieder sicherer in seiner Haut. Wie der Anwalt, der er war, und nicht wie ein einsamer Dom mit Gefühlsverirrungen.
„Musst du schon los?“, murmelte es aus dem Deckenberg. John, der sich gerade seine Armbanduhr umgebunden hatte und nun nach seinem Kaffee griff, lächelte.
„Ja. Es wird Zeit.“
Casey steckte den Kopf unter der Decke hervor und blinzelte ihm entgegen. „Viel Erfolg.“
„Danke.“ John betrachtete das müde Gesicht einen Moment und Casey erwiderte seinen Blick.
„Was ist?“, fragte Casey schließlich und setzte sich etwas umständlich auf. Muskelkater – eindeutig.
John lagen so viele Worte auf der Zunge. So vieles, was er unbedingt sagen wollte und von dem er sicher war, dass Casey es auch hören wollte. Fast schon erwartungsvoll war sein Blick – als hoffe er auf genau das, was John so gerne ausgesprochen hätte. Aber er konnte es nicht.
„Gar nichts“, sagte er, leerte seine Tasse und stellte sie zurück zur Kaffeemaschine. „Schließ ab, wenn du gehst – und gib den Schlüssel unten ab, ja?“

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